Weg da! – Wie Sie sich selbst aus dem Weg gehen

Was würden Sie tun, wenn Ihr Partner zu Ihnen meint: „Das schaffst du doch eh nicht!“
Oder Ihr Chef sagt Ihnen geradeaus ins Gesicht: „Sie sind Ihr Gehalt eigentlich gar nicht wert.“
Oder Sie brauchen Passfotos und der Fotograf ruft entsetzt: „Mein Gott, sind Sie hässlich!“

Ich vermute, Sie würden das nicht einfach auf sich beruhen lassen. Aber Tatsache ist, dass viele Menschen genau solche Sätze jeden Tag zu hören bekommen. Und das nicht von anderen Menschen, sondern von sich selbst. Glauben Sie nicht. Ist aber wirklich so: Und sie stehen sich damit gehörig selbst im Weg.

Etwas mehr Etikette bitte!

Im Umgang mit anderen haben die meisten ja gelernt, dezent und höflich zu bleiben. Beim Selbstgespräch jedoch, nehmen die wenigsten ein Blatt vor den Mund. Da schimpft der Schwabe mit sich: „Heideblitz, du Säckel! Du Depp, du! Bischt zu nix zu gebrauchen.“ Und ein Berliner zieht über sich selbst her: „Na, ick bin ja ’n Hornochse. Wenn Dummheit quietschen würde, müsste ick ’ne Ölkanne mitschleppen.“ Oder stellen Sie sich vor, was der Rapper vom Block gegenüber zu sich sagt: „Digga, du bist ’n Looser. Ey, Alta, echt Mann, komm’ mal klar!“

Ja, wenn Sie hören, was andere so zu sich selbst denken, mag das noch lustig sein. Aber bei dem, was Sie sich selbst sagen, hört der Spaß auf. Da hilft nur eins: Etwas mehr Etikette bitte! Bleiben Sie freundlich und wohlwollend. Denn Ihre niederschmetternden Aussagen hören vielleicht nur Sie allein, aber Ihre Mitmenschen bemerken das trotzdem. Zum Beispiel an Ihrer Körperhaltung, Ihrer Mimik und am Klang Ihrer Stimme. So stehen Sie sich und Ihren Projekten buchstäblich selbst im Weg. Die Frage ist also, wie Sie das Denken über sich selbst verändern können.

Wie Sie sich selbst aus dem Weg gehen

Bevor Sie sich jedoch selbst aus dem Weg gehen können, müssen Sie erstmal herausbekommen, was Sie überhaupt über sich denken. Seien Sie also wachsam und hören Sie sich so oft wie möglich selbst zu. Wenn Sie Ihre negativen Glaubenssätze auf diese Weise kennengelernt haben, können Sie sie ins Gegenteil umformulieren.

Denken Sie zum Beispiel: „Das schaffe ich nie!“ Dann sagen Sie sich so oft Sie können: „Ich schaffe das!“ Glauben Sie von sich: „Die Welt ist schlecht zu mir.“ Machen Sie daraus: „Die Welt meint es gut mit mir.“ Hören Sie immer wieder von sich: „Keiner mag mich.“ Werden Sie nicht müde, sich zu bestätigen: „Ich bin beliebt.“

Um die Wirkung der positiven Glaubenssätze zu verstärken, können Sie sie auch auf einen Zettel schreiben und sich an den Monitor oder Kühlschrank kleben. Wenn Sie allein sind, sprechen Sie die positiven Sätze laut aus. Dann hören Sie sich gleichzeitig selbst zu und verstärken Ihre Botschaft dadurch nochmal.

Wer seine eigenen Glaubenssätze auf diese Weise positiv wendet, kann die Wirkung oft sofort merken. Die Menschen reagieren freundlicher und positiver auf einen, Ideen werden besser aufgenommen und bewertet, die Dinge laufen auf einmal so, wie gewünscht.

Und nicht vergessen: Ihr größter Kritiker sind Sie selbst – müssen Sie aber nicht sein. Gehen Sie sich doch einfach mal aus dem Weg!

No comments

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>