DIE VERSCHIEDENSTEN WEIHNACHTSVÖGEL

Sie wollen den Weihnachtsbaum gerne schon fünf Tage vorher schmücken, Ihr Partner aber erst am Weihnachtstag – so gebietet es seine Tradition. Sie möchten gerne, dass alle Familienmitglieder in die Kirche gehen, Ihre Kinder möchten lieber schnell feiern und sich danach mit Freunden in der Kneipe treffen – und Ihr Partner am liebsten auch. Sie möchten, dass das 3-Gänge-Menü einfach perfekt und toll wird, Ihr Partner schlingt das Essen runter und sagt, eine Pizza hätte es auch getan.
Der Knatsch beginnt oft dann, wenn Sie ein ganz anderer Weihnachtstyp sind als Ihr Partner.

Die Veränderungsfreudigen: 
Weihnachten sollte jedes Jahr anders verlaufen als die Jahre davor, vielleicht sogar an einem anderen Ort. Sie schmücken den Baum gerne in wechselnden Farben, das Weihnachtsessen wird etwas Neues, etwas, was Sie vielleicht noch nie gekocht haben. Unter den Weihnachtsbaum gehört für Sie immer das Aktuellste an Technik, neue Trends, neue Mode. Tradition ödet Sie an. Sie lassen sich gerne überraschen und sind offen für Veränderung, ja, Sie brauchen die Abwechslung. Immer die gleichen Rituale und das gleiche Essen? Wie langweilig!

Die Spontanen: 
Sie planen nicht lange, was es zu essen gibt und wie Sie die Dinge gestalten. Sie warten bis kurz vor Heiligabend, bis Sie Ihren Baum irgendwo kaufen. Bei welchem Weihnachtsbaumverkäufer ist Ihnen egal. Ihnen fällt kurz vorher ein, was Sie als Geschenk noch kaufen wollen, machen sich keine großen Gedanken darüber, wer wann zu Besuch kommt, sondern entscheiden eher bei Bedarf. Weihnachtsdekoration, Weihnachtsessen, Geschenke … das sehen Sie meist pragmatisch. Langes Vorausplanen? Viel zu aufwendig!

Die Traditionellen
: Sie schmücken gerne den Baum so wie die letzten Jahre auch – der war doch immer so schön! Sie achten darauf, den Ablauf zu gestalten wie die Jahre zuvor, denn Rituale sind Ihnen wichtig. Das Weihnachtsessen ist seit Sie sich erinnern können das Gleiche – etwas Traditionelles wie Gans oder Ente oder Forelle. Weihnachten beginnt bei Ihnen fast immer um die gleiche Uhrzeit. Und Sie freuen sich schon lange im Voraus auf die typischen Weihnachtsbräuche. Jedes Jahr was Neues? Das Altbewährte ist doch gut!

Die Planer
: Ihnen ist es wichtig, die Dinge vorher durchzuplanen, eine To-Do-Liste zu machen und genau zu wissen, wann Sie was wo kaufen/machen/kochen/ und wen Sie einladen. Sie wissen auch schon immer sechs Wochen vorher, wo Sie den Weihnachtsbaum holen und welche Geschenke Sie für wen noch besorgen möchten. Überraschungsgäste, Zuspätkommer, fehlende Zutaten und ungeplante Veränderungen aller Art? Wie schrecklich! Das bringt Sie aus dem Gleichgewicht!

Die Näheliebenden: 
Sie möchten, dass möglichst viele Familienmitglieder beisammen sind und schmücken den Baum am liebsten mit anderen zusammen. Alle sollen ihre Vorstellung von Weihnachten einbringen können und gemeinsam entscheiden, wie Weihnachten zelebriert wird. Sie können sich da auch mal zurücknehmen und sich den anderen anpassen. Und Sie stecken viel Liebe in die Dekoration, das Essen, die Plätzchen und die Geschenke, denn Ihnen ist es wichtig, dass es allen gefällt. Sie möchten es gerne allen recht machen und strengen sich besonders an, damit es ein gelungenes Fest wird. Sie wollen, dass sich alle Familienmitglieder zu Weihnachten sehen und miteinander ein friedliches Fest feiern – schließlich ist es das Fest der Liebe! Weihnachten alleine feiern? Kommt für Sie nicht in Frage!

Die Ruhigen: 
Sie schmücken den Baum am liebsten alleine, denn das geht schneller und es entspricht Ihren Vorstellungen. Sie möchten eigentlich Weihnachten ohne Familie feiern – oder gar nicht. Wenn Sie mit der Familie Weihnachten feiern, dann haben Sie ziemlich früh schon das Bedürfnis, wegzugehen und für sich zu sein. Eigentlich ist Ihnen das ganze Familienspektakel irgendwann zu viel. Sie könnten auch ganz gut ohne Weihnachten auskommen – oder es zumindest genau so gestalten, wie SIE das wollen. Stress an Weihnachten? Absolut unerträglich!

Die Mischlinge: Natürlich sind viele Menschen eine Mischung aus den unterschiedlichen Typen. Sie werden sich aber vermutlich in einem oder zwei Typen stärker wiedererkennen als in anderen. Das Problem ist nur, dass innerhalb von Partnerschaften und Familien gerne entgegengesetzte Typ aufeinandertreffen – den das führt zu Stress und Streit.

Wenn A sagt: „Lass uns doch dieses Jahr Weihnachten woanders feiern“ und B sagt: „Ne! Das haben wir ja noch nie gemacht!“, dann kann der Haussegen zu Weihnachten ordentlich schief hängen. Oder wenn B traditionell Bratwürste und Kartoffelsalat an Heiligabend essen will, A aber die Nase voll davon hat und Nouvelle Cuisine möchte, wird schon mal diskutiert. „So wird Weihnachten nie was“, denken Sie sich, wenn A alle Familienmitglieder einladen möchte, B aber nur zu zweit feiern will. Oder wenn A die Dekoration besonders hübsch gestalten will, damit sich alle wohlfühlen, und B das ganze Dekogetue nur lästig ist. Kein Wunder, dass gerade zu Weihnachten so häufig Streit ausbricht.

Wie auch immer die Weihnachtstypen in Ihrer Familie sind, und wie auch immer Sie selbst gestrickt sind – Sie können die anderen nicht verändern. Sie können nur aufeinander zugehen, die unterschiedlichen Typen akzeptieren, vielleicht sogar darüber schmunzeln und dann einen Kompromiss finden. Streit ist sowieso zwecklos und führt nicht zur Lösung. Er ruiniert lediglich Ihr Weihnachtsfest.

Eine friedliche Zeit wünscht Ihnen
Anabel Schröder

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